Kunstgeschichten

Postkarten aus der Ausstellung

»Sehr geehrter Herr Prof. Dr. Bremer, liebe Mondwesen, lieber Jemand, lieber Besucher…« – noch bevor der Besucher die Ausstellung »Energiefelder. Otto Piene zum 85. Geburtstag« betritt, erreichen ihn Postkarten aus dem ZKM | Museum für Neue Kunst. Diese richten sich, wie das vielfältige Spektrum der Adressaten zeigt, an ein möglichst breites Publikum und liegen am Eingang des Museums bereit. Sie vermitteln Impressionen aus der Werkschau wie von einer Reise. Jede der insgesamt fünf verschiedenen Postkarten ist einem Werk der Ausstellung gewidmet, und versucht sich diesem auf intuitive Weise zu nähern. Dabei kommt es zu einfallsreichen Deutungsversuchen, stimmungsvollen Beschreibungen und hinterfragenden Überlegungen.

Geschrieben wurden die Postkarten von fünf SchülerInnen des Max-Planck-Gymnasiums Karlsruhe. Diese gehören zur MuseumsAG – einer Kooperation des Max-Planck-Gymnasiums Karlsruhe und der Museumskommunikation des ZKM. Die Museums-AG, bestehend aus insgesamt ca. 12 SchülerInnen im Alter von 16 bis 19 Jahren, hat mittlerweile einen großen Erfahrungsreichtum an geführten Ausstellungsbesuchen und diskutiert neue Möglichkeiten der Kunstvermittlung.

Die haptisch zugänglichen Arbeiten Otto Pienes, die im Museum für Neue Kunst noch bis zum 1. April zu sehen sein werden, erwiesen sich für dieses Konzept als besonders fruchtbar. Ohne etwas über die jeweiligen Werke zu wissen griffen sich die Schüler spontan ein Werk heraus und hielten ihre ersten Eindrücke in einem Postkartentext fest.

Unabhängig von kunstwissenschaftlichen Hintergrundinformationen ermöglichen die Impressionen der Schüler dem Besucher einen intuitiveren Zugang zu den Arbeiten. Nicht zuletzt sollen die auf den Postkarten formulierten Überlegungen und Fragen der Schüler zur eigenen Auseinandersetzung mit den Werken Otto Pienes sowie zum Ergänzen der Postkartentexte mit anschließender Versendung animieren.

 

Viel Freude und Inspiration beim Lesen

wünscht die ZKM | Museumskommunikation

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